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Birkenwerder muss nicht mehr lange auf den Bus warten

16.07.2019

Spätestens im Frühjahr 2020 soll es soweit sein: Wenn alles klappt, rollt dann der lang ersehnte Linienbus durch Birkenwerder. Die Trasse steht bereits, die Haltepunkte sind bis auf mögliche kleine Verschiebungen festgelegt. Die Verwaltung bereitet derzeit den Vertrag mit der Oberhavel Holding Besitz- und Verwaltungsgesellschaft vor, die für die Bestellung der OVG-Linienbusse verantwortlich ist.

 




Für den Bus durch Birkenwerder stehen derzeit alle Ampeln auf Grün. Das war nicht immer so. Jahrelang mussten die Bewohner um den öffentlichen Personennahverkehr kämpfen. Zwar ist der Ort durch die S-Bahn vergleichsweise gut an Berlin angeschlossen, doch vor allem für Schulkinder, Jugendliche oder Senioren sind eher die innerörtlichen Wege von Bedeutung, die bislang zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto zurückgelegt werden mussten.


Die Notwendigkeit der innerörtlichen Buslinie hatte schließlich auch der Landkreis anerkannt und das Vorhaben in die Kreisverkehrsplanung aufgenommen. Die Gemeindevertretung von Birkenwerder hat der von der Gemeinde ausgearbeiteten Trasse zugestimmt. Die bereits bestehende Linie 822, die derzeit innerörtlich durch Hohen Neuendorf führt, soll in die Nachbargemeinde Birkenwerder ausgeweitet werden.


Der Bus biegt am Rathaus in die Clara-Zetkin-Straße ein und hält am S-Bahnhof. Es folgt eine Schleife zu den Stationen Regine-Hildebrandt-Schule und Luisenstraße. Vom Bahnhof geht es dann in Richtung des geplanten Wohngebietes Havelstraße/Industriestraße. Der Bus soll an der Evangelischen Kirche, in der Frankenstraße, An den Havelwiesen, der Lindenhof-Siedlung und in der Industriestraße halten. Über den Schwalbenring wird schließlich der Waldfriedhof erreicht. Nach einer kurzen Standzeit fährt der Bus zurück zum Bahnhof, dreht noch einmal die Schleife entlang der Schule, hält erneut am Bahnhof und kehrt zurück nach Hohen Neuendorf. „Geringfügige Verschiebungen der Haltepunkte sind noch möglich“, erklärt Peter Umierski vom Bauamt der Gemeinde.

Er datiert den Start der Buslinie grob auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2019. Spätestens im März 2020 solle der Probebetrieb losgehen. Nach zwei Jahren will die OVG anhand der Fahrgastzahlen entscheiden, ob die Linie in den regulären Fahrplan aufgenommen wird. Bis dahin muss die Gemeinde die Kosten für den Betrieb selbst tragen – das wären nach Berechnungen der Oberhavel Holding 454 000 Euro brutto pro Jahr. Die Verwaltung plant, alle Haushalte mit umfangreichen Informationen über die neue Buslinie zu versorgen und ordentlich die Werbetrommel zu rühren. „Wir hoffen natürlich auf viele Fahrgäste“, betont Peter Umierski. Im Bus wird wie gewöhnlich der VBB-Tarif gelten, Strecken innerhalb von Birkenwerder zählen als Kurzstrecke.


In ihrer letzten Sitzung vor den Kommunalwahlen hat die Gemeindevertretung darüber abgestimmt, wie häufig der Bus fahren soll – von montags bis freitags, jeweils von morgens bis abends. Der erste Bus fährt um 5.06 Uhr vom S-Bahnhof Birkenwerder in Richtung Friedhof. Der letzte Halt des Tages am Bahnhof Birkenwerder ist um 20.42 Uhr in Richtung Hohen Neuendorf. Die preisgünstigere Variante wäre ein Betrieb mit einer längeren Pause mitten am Tag gewesen, die teurere Variante ein Betrieb sowohl werktags als auch am Wochenende. Der Bus fährt seine Strecke  in der Regel zweimal stündlich ab. Nach dem Umsteigen vom Bus beträgt die Wartezeit am Bahnhof auf eine der beiden S-Bahnlinien (S1, S8) maximal 14 Minuten.


Im Jahr 2010 wurden schon einmal provisorische Bushaltestellen in Birkenwerder aufgebaut. Damals war es geplant, den Werksbus der Firma Francotyp-Postalia als Ringbus auf Gemeindegebiet auszubauen. Doch das Vorhaben platzte, denn das Unternehmen stellte 2014 den Betrieb in Birkenwerder ein.

Text: ww
Grafik: Gemeinde Birkenwerder

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