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Birkenwerder putzt sich heraus

08.04.2019

Bei herrlichem Frühlingswetter hatte der Verein zum Schutz des Briesetals und der Havelwiesen am 6. April die Bürger der Gemeinde zum Brieseputz für Jung und Alt eingeladen. Unterstützt wurde die Aktion in diesem Jahr wieder vom Bürgermeister Stephan Zimniok, dem Kinder- und Jugendfreizeithaus CORN, dem Bauhof und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Oberhavel.

 

 


Vom Briesesee, Boddensee, Mönchsee, dem innerörtliche Brieselauf bis hin zum alten Bootshafen sollte der Unrat aufgenommen werden. Der Vorsitzende
des Briesetalvereins, Torsten Werner, konnte dann pünktlich rund 60 Kinder, Jugendliche und Erwachsene begrüßen. Bei seiner Einweisung wies er darauf hin, wegen der Brutzeit auf Vögel-Niststätten acht zu geben, geeignetes Schuhwerk und Kleidung zu benutzen und verteilte Karten mit dem vorgesehenen Gebiet und den einzelnen Abholpunkten. Arbeitsgeräte, Arbeitshandschuhe wurden vom Bauhof an der Obermühle bereitgestellt. Auch Müllsäcke wurden ausgegeben, die am Ende vom Bauhof an den vereinbarten Standorten abgeholt wurden.

Dank an Organisatoren und Helfer


„Es ist bereits das zwölfte Mal, dass wir den Brieseputz durchführen. Es lohnt sich für unseren Ort, ich glaube die Tüten werden immer kleiner. Mein Dank gilt schon jetzt den Organisatoren und fleißigen Helfern“, sagte Bürgermeister Zimniok. Danach bildeten sich spontan sechs Gruppen, die in beide Richtungen entlang der Briese, am Waldfriedhof, am Boddensee, dem Umflutgraben und am Sandsee auf Hohen Neuendorfer Territorium mit dem Säubern und Entsorgen von Unrat und Müll begannen. So begab sich zum Beispiel Kerstin Hoffmann vom Vorstand des Briesetalvereins mit einigen Kindern ins unmittelbare Umfeld des Obermühlengeländes. Wolfgang Peschke und sein siebenjährige Sohn Marin begannen gemeinsam mit Klaus Biastoch, 2. Vorsitzender vom Angelverein „Gründlinge“, den Brieselauf von Baumästen und kleinen Stämmen zu befreien. „Ich bin das erste Mal dabei, in den Jahren zuvor hatte es nie geklappt. Das ist eine tolle Aktion“, meinte Wolfgang Peschke. Klaus Biastoch, der in unmittelbarer Nähe der Briese im Fontaneweg wohnt, erinnerte sich an frühere Zeiten: „Wir haben hier in der Briese viel geangelt und auch gefangen. Es sind heutzutage noch Hechte, Barsche und vereinzelt Aale in der Briese, diese gilt es zu erhalten.“ Der Leiter des Jugendclubs, Jürgen Baer, hatte sich gemeinsam mit 19 Mädchen und Jungen in Richtung Boddensee aufgemacht. Zwölf prall gefüllte Plastesäcke konnten sie am Ende ihrer Arbeit rund um das Gewässer am Abholpunkt bereitstellen. „Zum Großteil haben wir Dachpappe eingesammelt, die einfach in die Natur geworfen wurde“, ärgerten sich die Jugendlichen.

Zum Abschluss der Aktion gegen 12 Uhr gab es für alle Helfer Stärkungen mit Grillfleisch, Bratwurst sowie warmen und kalten Getränken, die der Bürgermeister spendiert hatte. Am Grillstand hatte sich dann neben Torsten Werner auch Ute Lüthy eingefunden. Die 74-Jährige hatte den Briesetalverein
im Jahr 1994 ins Leben gerufen und ist heute noch Stellvertreterin im Vorstand. „Wir sind jetzt 40 Mitglieder und haben kürzlich unser 25-jähriges Bestehen gefeiert. Es ist schön zu sehen, wie viele heute gekommen sind. Ich weiß aber auch, dass man sich als engagierter Ehrenamtler nicht immer nur Freunde macht“, sagte sie. Viel zu tun gab es dann noch für Bauhof-Leiter Peter Richter und seine beiden Mitarbeiter Helmut Howald und Dirk Ciszek. Nach dem Aufladen des Mülls und Unrats mussten die zwei Ladungen noch zum Container für herrenlosen Abfall auf das Bauhofgelände gebracht werden. „Der Container
wird mehr als voll, ich rechne mit insgesamt zehn bis zwölf Kubikmeter“, sagte Peter Richter. Eine der größten Ladungen kam dabei vom Sandsee. Hier hatten sich Dirk Hartung und seine Mitstreiter von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald betätigt.
Dass man sich im nächsten Jahr wiedersehen wird, war am Ende von vielen Teilnehmern zu hören.


Text/Foto: jz

Bildunterschrift: Bauhofleiter Peter Richter bei der Verteilung von Arbeitshandschuhen.



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