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Fasziniert von den Frauen der Hohenzollern – Christine Gräfin von Brühl liest im Ratssaal

09.03.2018

Sie haben Stiftungen gegründet, stimmungsvolle Konzerte und fantasievolle Feste organisiert. Auch der Bau von Schlössern und Gärten ging oft auf ihre Initiative zurück. Über die Frauen der Hohenzollern hat Christine Gräfin von Brühl ein Buch geschrieben. Anlässlich des internationalen Frauentages fand am Donnerstag eine Lesung im Rathaus Birkenwerder statt.

„Anmut im märkischen Sand“ ist der Titel des 2015 erschienenen Buches der Autorin Christine von Brühl. Angefangen hatte alles mit der Faszination für Louise Henriette von Oranien, die erste Frau des großen Kurfürstin Friedrich Wilhelm und Namensgeberin für Oranienburg. Sie half, das Land nach dem 30-jährigen Krieg wieder aufzubauen und stiftete 1665 ein Waisenhaus. „Ich fand sie sehr faszinierend“, sagt Christine von Brühl. Die Autorin begann, sich auch mit 15 weiteren Frauen preußischer Herrscher zu beschäftigen. „Irgendwie sind sie mir alle an Herz gewachsen“, hat die 55-Jährige festgestellt.

Die Recherchen für das Buch „Anmut im märkischen Sand“ begannen mit der Begeisterung für Louise Henriette von Oranien.

Als Zugereiste und Eingeheiratete haben sie Ideen mitgebracht, die die kulturelle Weiterentwicklung des Landes geprägt haben. Ihre Namen sind noch heute sehr bekannt, wie Königin Luise oder Sophie Charlotte. Letztere war bei ihrer Hochzeit mit König Friedrich I. erst 15 Jahre alt, was nicht ungewöhnlich in der damaligen Zeit war. Und dennoch: „Das Engagement vieler junger Frauen war keine Selbstverständlichkeit“, erklärt die Autorin. Die alte Heimat war oft weit entfernt, manche Frauen sahen ihre Eltern nie wieder. Auch für die Eltern war es sehr schmerzlich, wenn ihre Tochter heiratete. Am Hof mussten die Frauen sich in der neuen Familie zurecht finden, häufig eine neue Sprache lernen oder Religion annehmen und – das war das Wichtigste – Thronfolger zur Welt bringen.

Die Autorin ist 1962 als Diplomatentochter in Ghana geboren. Aufgewachsen ist sie unter anderem in London und Brüssel.


Christine von Brühl hat auch bei ihrer eigenen Mutter immer fasziniert beobachtet, wie sie sich in neuen Umgebungen zurecht fand und fremde Sprachen gelernt hat. Weil der Vater Diplomat war, musste die Familie sehr oft umziehen. Christine von Brühl, die später Slawistik studiert hat, ist in Accra (Ghana) geboren und unter anderem in London und Brüssel aufgewachsen. Heute lebt sie in Berlin. Bibliothekarin Regina Oergel hat die Lesung – passend zum Frauentag – in Birkenwerder initiiert. Im Anschluss stand Christine von Brühl für Gespräche zur Verfügung und hat einige ihrer Bücher signiert verkauft. Der Ratssaal war bis in die hintersten Reihen gefüllt.

Text/Foto: ww

2018-03-08-Frauen-der-Hohenzollern-1: Autorin Christine von Brühl mit Bibliothekarin Regina Oergel und Doreen Wilke von der Gemeindeverwaltung Birkenwerder




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