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Fortschritte bei der Zentrumsplanung

26.01.2012

Die Planungen zur Entwicklung und Gestaltung der Ortsmitte nehmen langsam, aber stetig Form an. Eine Bürger-Informationsveranstaltung in der vergangenen Woche war dabei eine wichtige Etappe.

Bauamtsleiter Berthold Zenner erklärt, warum:
„Uns als Verwaltung war es sehr wichtig, zu Beginn des Bebauungsplan-Verfahrens die bisherigen Überlegungen zur Zentrumsentwicklung zusammen zu fassen und allen Interessierten einen einheitlichen Informationsstand zu vermitteln. Angesichts der jahrelangen Streitigkeiten und des teils tief verwurzelten Misstrauens war diese Veranstaltung gleichzeitig eine wichtige Vertrauen bildende Maßnahme: Wir wollen gemeinsam das Ortszentrum gestalten. Dafür brauchen wir immer wieder das Feedback der Bürgerinnen und Bürger. Und sie nehmen diese Gelegenheit ja sehr rege wahr: Rund 70 Anwesende bei einem solchen Beteiligungsverfahren – das ist schon eine ganz Menge. Die Rückmeldungen, die uns während und nach der Info-Veranstaltung erreicht haben, werden nun in den Planungsprozess einbezogen. Hinzu kommt: Wir haben ein neues Planer-Team zusammengestellt. Und auch ich bin noch recht neu im Boot. Für uns alle war die Veranstaltung eine Chance, sich kennen zu lernen.“  

Wer gehört zu diesem Planer-Team?
„Wir haben es hier mit einem sehr komplexen Projekt zu tun und deshalb Stadtplaner, Architekten, Landschafts- und Verkehrsplaner an einen Tisch geholt. Die Büros, die nun hier zusammen arbeiten, haben sich bereits als Team bewährt, zum Beispiel bei der Planung des Schlossplatzes in Oranienburg. Darauf wollen wir hier aufbauen. Mit im Team ist auch Dittmar Machule von der Technischen Universität Hamburg-Harburg. Seine Aufgabe ist, den  Planungsprozess zu moderieren. Als Außenstehender kann er eine Distanz und Draufsicht bieten, die niemand in dieser Form hier vor Ort hat. Gerade angesichts der Streitigkeiten und Belastungen der Vergangenheit erschien uns dies als sinnvolle Unterstützung.“

Was sind nun die nächsten Schritte?
„Ende Februar wird es einen mehrstündigen Workshop mit rund zwanzig Vertretern von Verwaltung, Fraktionen, Gewerbetreibenden und Vereinen geben. Dort sollen erste Skizzen diskutiert und ein Vorentwurf für einen Bebauungsplan erarbeitet werden. Dieser wird im März wieder in Form einer Bürgerveranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt. Das ist dann schon Teil des förmlichen Verfahrens. Darauf folgt dann nach Offenlagebeschluss der Gemeindevertretung die öffentliche Auslegung der Planung und Möglichkeit zur nochmaligen Stellungnahme. Parallel dazu müssen Behörden und die Träger öffentlicher Belange beteiligt werden. An all diesen Punkten wird es Rückmeldungen geben, die sich dann auf die Planungen auswirken können.“

Welches sind die größten Herausforderungen auf dem Weg dorthin?
„Wir wollen auf einer möglichst geringen Fläche eine möglichst vielfältige Nutzung unterbringen. Dabei müssen wir Prioritäten setzen. Im Ergebnis der vorangegangenen Planungen wie zum Beispiel dem integrierten Gemeindeentwicklungskonzept sowie dem Einzelhandels- und Zentrenkonzept ist die Schaffung von Raum für Einzelhandel in Form eines Vollsortimenters und eines Drogeriemarktes aus dem gehobenen Segment besonders bedeutsam, da das Zentrum belebt werden soll. Dann soll es einen Bürgersaal und eine Bibliothek geben. Und schließlich ist altersgerechtes Wohnen geplant. Unsere inhaltlichen Planungen werden dabei erschwert durch zahlreiche beengende Rahmenfaktoren: Da ist zunächst die verkehrsrechtliche Situation. Wir reden von einer Bundesstraße, können also nicht frei handeln. Außerdem wollen und müssen wir den besonderen ökologischen und geologischen Gegebenheiten des Geländes Rechnung tragen. All das wird in den kommenden Monaten vielfältige Abstimmungsprozesse erfordern. Bis zum Entwurf eines Bebauungsplanes ist es damit noch ein weiter Weg. Ich sehe daher keinen Satzungsbeschluss noch in diesem Jahr.“ 

Eine grobe, skizzenhafte Darstellung des Bereiches vom Ortszentrum, um das es aktuell geht, ist hier zu finden. (Link)

Autorin: Eva Neumann

 

 

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