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Interview zum Birkenpreis

09.02.2012

Die Gemeinde Birkenwerder sucht Bewerbungen und Vorschläge für den Birkenpreis. Der mit 500,- € dotierte Ortspreis für herausragendes ehrenamtliches Engagement wird in diesem Jahr zum dritten Mal vergeben. Bürgermeister Norbert Hagen hat die Vorsitzende der Birkenpreis-Jury, Gunda Hübschmann, zu den Hintergründen ausgefragt. 

Hagen: Welche Erfahrungen haben Sie in den vergangenen beiden Jahren mit dem Birkenpreis gemacht? Wie viele Bewerbungen gab es aus welchen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens?

Hübschmann: Im ersten Jahr hatten wir sieben Nominierungen, im zweiten zwölf. Dabei waren die Bewerbungen sehr breit gefächert. Es gab eigentlich keinen Bereich, der uns als Jury gefehlt hätte. Im vergangenen Jahr gab es besonders viele Nominierungen aus dem Bereich Sport, aber auch Kultur, Natur und Senioren waren vertreten. Unter den Vorgeschlagenen waren viele Einzelpersonen, aber auch Gruppen.

Hagen: Wer bewertet die eingehenden Vorschläge? Und: Welche Kriterien spielen dabei eine Rolle?

Hübschmann: Jede der fünf Fraktionen hat ein Jury-Mitglied entsandt. Das sind Heiko Friese für die SPD und Dietmar Seibt  für CDU / FWT / FDP. Andreas Schneider wurde von Die Linke benannt und Dietmar von Prondzinsky von Bürger für Birkenwerder. Ich vertrete die Fraktion Grünes Bürgerbündnis Briesetal. Zur Vergabe dieses Ortspreises wurde eine Richtlinie erarbeitet.  Darin ist festgehalten: Die Auszeichnung wird für „hervorragende ehrenamtliche Arbeit“ vergeben.

Hagen: Spielt dabei auch eine Rolle, welche Bedeutung diese Tätigkeit für die Bürgerschaft hat?

Hübschmann: Für uns ist eher die Häufung entscheidend: Wir versuchen zu hinterfragen, wie viel Zeit und wie viel Kraft hat jemand dem Ort gewidmet. Das wollen wir belohnen.

Hagen: Ist es der Jury in der Vergangenheit schwer gefallen, eine Entscheidung zu treffen?

Hübschmann: Wir haben in beiden Jahren viele gute Vorschläge erhalten, die uns die Wahl nicht leicht gemacht haben. Wir handhaben es so, dass jeder Vorschlag im Wortlaut vorgelesen und dann debattiert wird. Dabei ist es für uns natürlich sehr hilfreich, wenn die Vorschläge ausführlich begründet sind und wir uns ein gutes Bild vom Engagement der oder des Vorgeschlagenen machen können. 2010 gab es tatsächlich bei der ersten Abstimmung die Situation, dass zwei Bewerber gleich viele Stimmen erhielten. Wir haben uns vertagt, kamen jedoch beim zweiten Treffen zum selben Ergebnis. Deshalb haben wir dann entschieden, den Preis zwischen Erika Schürhoff und dem Kulturbunt zu teilen.

Hagen: In den beiden vergangenen Jahren wurde der Birkenpreis jeweils am Freitag vor dem Birkenfest feierlich übergeben. Der internationale Tag des Ehrenamtes ist allerdings im Dezember. Kann sich die Jury künftig auch einen anderen Rahmen vorstellen?

Hübschmann: Die Koppelung an das Birkenfest ist auch Teil unserer Richtlinie, insofern wird sich daran wohl nichts ändern.

Hagen: Ein interessanter Ansatz könnte ja auch sein, diejenigen Nominierten, die nicht zum Zuge kommen, bei einer anderen Gelegenheit und in einem anderen Rahmen zu würdigen, zum Beispiel ihm Rahmen des Ehrenamts-Empfangs im Rathaus zum Jahresbeginn …

Hübschmann: Da spricht sicherlich überhaupt nichts dagegen, im Gegenteil. Unter uns Abgeordneten gab es auch schon mal die Idee, alle Birkenpreis-Anwärter als Dank für ihr Engagement einzuladen, zum Beispiel zu einem kulturellen Ereignis.

Hagen: Wie ist denn der aktuelle Stand? Gibt es bereits Nominierungen für dieses Jahr?

Hübschmann: Nein, noch haben wir keinen Vorschlag erhalten. Aber die Vorschlagsfrist endet ja auch erst am 31.3.2012. Und in den Vorjahren sind die Bewerbungen auch erst im Laufe des März eingegangen. 

Hagen: Dann gibt es ja keinen Grund zur Besorgnis. Ich wünsche Ihnen und den übrigen Jury-Mitgliedern viele spannende Bewerbungen!

Hübschmann: Herzlichen Dank!
     
Bewerbungen können schriftlich unter dem Kennwort „Birkenpreis“ bei der Gemeindeverwaltung (Hauptstraße 34) oder per Mail (info(at)birkenwerder.de) zu Händen der Jury-Vorsitzenden Gunda Hübschmann eingereicht werden. Bürger können sich selbst oder andere Personen, auch Personengruppen, vorschlagen.

Autorin:Eva Neumann

Gemeindeverwaltung

Hauptstraße 34
16547 Birkenwerder

Tel.:  03303 - 290 0
Fax.: 03303 - 290 200
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