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Planungen für Flüchtlings-Unterkünfte

25.06.2015

An zwei Standorten in Birkenwerder werden in den kommenden Wochen insgesamt 80 Asylbewerber untergebracht. Das sieht das Unterbringungskonzept 2015 des Landkreises Oberhavel vor.

Bürgermeister Stephan Zimniok informierte die Gemeindevertreter und die Öffentlichkeit direkt nach einem Beratungsgespräch der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Kreises mit Landrat Ludger Weskamp über Details: Im Wohnheim für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Körperbehinderungen in der Hubertusstraße sind 40 Plätze in kleineren Wohngruppen geplant. Darüber hinaus werden in einem zweistöckigen Gebäude in der Geschwister-Scholl-Straße 1 Wohnräume für weitere 40 Personen eingerichtet. Die Betreuung sollen mobile Sozialarbeiter des Landkreises übernehmen.

In den vergangenen Tagen hatten vor allem unter Anwohnern Berichte für Diskussionen gesorgt, wonach die Berliner Firma Humanitas efficio GmbH & Co. KG ebenfalls auf dem Gelände Geschwister-Scholl-Straße 1 eine Sammelunterkunft für 180 Flüchtlinge und Asylbewerber errichten möchte. Der potentielle Investor wird sein Konzept in der öffentlichen Sitzung des Ortsentwicklungsausschusses am kommenden Dienstag, 30. Juni 2015 ab 18.30 Uhr vorstellen. Details sind hier zu finden: Download


Bürgermeister Zimniok berichtete aus seinem Gespräch in der Kreisverwaltung, dort sei derzeit nicht geplant, die Einrichtung und den Betrieb von Flüchtlingsunterkünften aus der Hand zu geben. Die Sammelunterkunft sei nicht Teil der Planungen der Kreisverwaltung für 2015 oder 2016.

Die Verwaltung arbeitet mit Hochdruck an der Organisation einer Informationsveranstaltung für die unmittelbar betroffenen Anwohner. Mehrere Gemeindevertreter regten an, sich langfristig darauf einzustellen, dass Birkenwerder noch mehr Asylbewerber versorgen müsse. Aufgabe der Gemeinde wird dabei vorrangig sein, das soziale Umfeld der Flüchtlinge zu gestalten und zu organisieren. Schüler der Regine-Hildebrandt-Schule kümmern sich bereits seit mehreren Monaten sehr intensiv um Asylbewerber in Lehnitz und Hennigsdorf. Heiko Friese, Vorstand im Verein Nordbahngemeinden mit Courage, hat die Unterstützung durch die Netzwerke des Vereins angeboten. Denkbar sei beispielsweise die Mitwirkung an Begegnungsveranstaltungen.
 
Die Planungen des Landkreises basieren auf aktuellen Prognosen, wonach in diesem Jahr mehr als 1.000 Asylbewerber in Oberhavel versorgt werden müssen. Für das kommende Jahr wird mit Unterbringungsbedarf für mindestens 1.500 weitere Asylsuchende gerechnet. Die Verteilung soll sich dabei an den Einwohnerzahlen der einzelnen Kommunen orientieren. Die Kreisverwaltung prüft derzeit leer stehende Gebäude auf ihre Eignung als Übergangseinrichtungen und Notunterkünfte. Aktuell leben 935 Asylbewerber vor allem aus Syrien, Albanien und der Russischen Föderation im Landkreis Oberhavel.

Text: Eva Neumann
Foto: Frank Liebke

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