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Preisgericht kürt beste Idee zur Umgestaltung der Ortsmitte von Birkenwerder

08.06.2018

Die Sieger des Ideenwettbewerbs stehen fest: Das Architektenbüro Kleyer.Koblitz.Letzel.Freivogel aus Berlin in Zusammenarbeit mit Henningsen Landschaftsarchitekten, ebenfalls aus Berlin, haben die Aufgabenstellung aus Sicht der Jury am besten umgesetzt. Ziel war es, einen Bildungs- und Kulturcampus nebst weiteren Einrichtungen zur Deckung des soziokulturellen Bedarfs zu entwerfen.  

Mit einer mehr als zehnstündigen Sitzung am Mittwoch, 6. Juni 2018, in der alle acht eingereichten Konzepte unter die Lupe genommen und beurteilt wurden, hat es sich die Jury nicht leicht gemacht. Sieben Fachpreisrichter, darunter Stadtplaner und Landschaftsarchitekten aus ganz Deutschland, sowie sechs Sachpreisrichter, darunter Bürgermeister Stephan Zimniok (B.i.F) und Vertreter aus allen Fraktionen in Birkenwerder, bildeten die hochkarätige Jury. Insgesamt gab es acht Wettbewerbsteilnehmer. Das Architektenbüro Kleyer.Koblitz.Letzel.Freivogel in Zusammenarbeit mit Henningsen Landschaftsarchitekten – beide mit Sitz in Berlin – konnten die Jury letztlich am stärksten überzeugen. Die Jury tagte am Mittwoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

„Alle Teilnehmer haben tolle Ideen in ihre Konzepte eingebracht. Aber die Sieger haben die Aufgabenstellung am besten umgesetzt.“ (Siegfried Reibetanz)

Am Donnerstag erklärten die Wettbewerbsgewinner, was ihnen bei der Entwicklung ihres Konzepts wichtig war: „Wie kann dem Zentrum von Birkenwerder Leben eingehaucht werden?“ Diese Frage habe Jörg Siegmüller und seine Kollegen von Anfang an begleitet, erklärt der Stadtplaner. Nach der Sichtung von umfangreichem Karten- und Informationsmaterial sowie mehrerer Ortsbegehungen war klar: Da die B96 mitten durchs Zentrum führt, müssen deutlich abgegrenzte Rückzugsräume abseits der Straße geschaffen werden. Dies kann zum Beispiel in Form von unterschiedlich gestalteten Innenhöfen zwischen den Gebäuden erfolgen.  „Geschützte Räume nach innen“, so nennt es Diplom-Ingenieurin Lea Johanna Roth. Südlich der Hauptstraße sollen laut Entwurf die neuen „Birkenwerder Höfe“ entstehen. Dazwischen werden Durchgänge zur Festwiese freigehalten. Wichtig sei es auch, Flächen mit unterschiedlicher Nutzung durch eine prägnante Gestaltung klar voneinander abzugrenzen. „Die durch die Briese und Natur geprägte Landschaft hat eine besondere Bedeutung für den Ort“, betont Landschaftsarchitekt Jens Henningsen. „Deshalb sollte man auch nicht alles zubauen, sondern genügend Freiräume mit Aufenthaltsqualität lassen.“
Betrachtet wurde das gesamte Areal vom Bahnhof über den Bereich am Rathaus bis zum sogenannten neu entstehenden Bildungs- und Kulturcampus. Dieser soll nicht nur durch Schule und Hort genutzt werden, sondern auch für andere Interessengruppen sowie für öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

„Es darf nicht alles zugebaut werden. Freiräume und Natur sollen auch in Zukunft das Ortsbild prägen.“ (Jens Henningsen)

Das Konzept sieht zahlreiche Neugestaltungen in der gesamten Ortsmitte vor. Bürgermeister Stephan Zimniok legt den Fokus jedoch als erstes auf den Bereich Schule und Hort. Das Ergebnis des Ideenwettbewerbs ist nicht Gesetz, sondern dient als Grundlage für weitere politische Diskussionen und Entscheidungen. Als zweite Stufe folgt der Realisierungswettbewerb. Architekten aus ganz Europa können dann ihre Entwürfe einreichen. Kommendes Jahr soll der Sieger gekürt und anschließend mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Insgesamt 40.000 Euro Preisgeld hat die Gemeinde Birkenwerder ausgelobt:

Die Sieger aus dem Ideenwettbewerb erhalten ein Preisgeld in Höhe von 22.000 Euro.
Platz 2 mit einem Preisgeld in Höhe von 11.500 Euro geht an TOPOS Berlin.
Platz 3 mit einem Preisgeld in Höhe von 6.500 Euro geht an Herwarth + Holz, Berlin mit Gruppe F, Berlin

Text: ww

Foto: Quelle-KKLF.Architekten

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