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Schüler bekommen hohen Besuch

09.05.2019

Einen hochrangigen Gast konnten die Schüler der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule am 6. Mai begrüßen. Die Botschafterin der Französischen Republik, Anne-Marie Descotes, besuchte im Rahmen der Europawoche die Schule und informierte sich am Projekttag über die unterschiedlichen Workshops mit Fragen rund um Europa.

 

 


Über Reisefreiheit, das Steuerrecht, die Folgen der Grenzöffnung, den Drogenhandel und vieles mehr wurde dort diskutiert. Begrüßt wurde die Botschafterin am Eingang von Landrat Ludger Weskamp (SPD) und Schulleiterin Kathrin Voigt. Mit dabei waren auch Bildungsdezernentin Kerstin Niendorf (SPD) und Birkenwerders Bürgermeister Stephan Zimniok (BiF). Ein Rundgang führte die Gäste dann durch das Gebäude mit unterschiedlichen Stationen wie zum Beispiel einem fingierten Wahlbüro zur Europawahl. Dort bekamen die Schüler einen Stimmzettel zur Juniorwahl der Abgeordneten des Europäischen Parlaments 2019. 40 Parteien und Vereinigungen stehen dort zur Wahl.
„Bereits rund 200 Schüler haben ihre Stimme abgegeben. Am 21. Mai ist dann noch der zweite Wahltag, dann erfolgt eine öffentliche Auszählung“, sagte Jens Ladenthin. Der Lehrer für Politische Bildung, Geschichte und Deutsch war gemeinsam mit seinem Kollegen Hannes Schlömer und Schülern als „Wahlhelfer“ vor Ort.

Keine Anzeichen von Politikverdrossenheit

Die Stimmzettel werden deutschlandweit gesammelt und nach der Europawahl am 26. Mai ausgewertet. „Wir bereiten im Unterricht auf die Wahl vor, stellen Parteien vor. Aber das machen wir nicht wie früher in der DDR, wo quasi eine Partei vorgegeben wurde, sondern wir wollen das Erkennen von politischen Strategien fördern und zum Mitmachen auffordern“, so Jens Ladenthin. Eine im Land verbreitete Politikverdrossenheit will der Lehrer bei seinen Schülern nicht erkennen. Auch die Ausrichtung auf extreme Parteien ist nicht zu bemerken. „Die Schüler wählen eher konservativ wie ihre Eltern.“ Eine der Stationen der Botschafterin und ihrer Begleitung war dann auch die Podiumsdiskussion zum Thema Europa. „Ich bin erfreut, hier zu sein. Ihr werdet sicher verstehen, dass ich kurz vor der Europawahl keinen politischen Kommentar zu Europa abgeben werde. Aber ich sehe Europa auf jeden Fall als etwas Positives mit großer Vielfalt. Europa erlaubt, dass wir unsere Identität schützen. Es wird
immer viel kritisiert, dabei sollten wir doch lieber das Erreichte sehen. Ich bin mit zwölf Jahren als Schülerin nach Deutschland gekommen. Passkontrollen und viel Bürokratie an der Grenze gab es da noch. Das kennt heute keiner mehr. Die Mobilität ist ein ganz großer Verdienst von Europa“, sagte Anne-Marie Descotes nach der Bitte um einen kurzen Appell an die Jugendlichen.

Stolz auf die Botschafterschule

Die so genannte Botschafterkonferenz ist Bestandteil eines Europa-Projektes, das an der Schule stattfindet. Die Schule möchte als „Botschafterschule des Europäischen Parlament“ zertifiziert werden. Schulen mit diesem Titel gehören zu einem europaweiten Netzwerk, das zwischen Schulen aufgebaut werden soll. „Europa ist uns eine Herzensangelegenheit und nicht nur deshalb sind wir stolz darauf, Botschafterschule zu werden, eine von 60 Schulen bundesweit und die einzige in Brandenburg“, hatte Juniorbotschafterin und Schülersprecherin Alexandra Braband in der Einladung betont. Die insgesamt acht Juniorbotschafter sollen auch später mit Botschafterschulen anderer Länder der Europäischen Union regelmäßig Kontakt halten.

Text/Foto: jz

Bildunterschrift: Oberhavels Landrat Ludger Weskamp begrüßt die französische Botschafterin Anne-Marie Descotes.


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