Direkt zum Inhalt

Steter Tropfen höhlt den Stein“ – Umweltbeirat der Gemeinde Birkenwerder kämpft für die Wertschätzung und den Schutz der Natur

14.03.2019

Im Mai wird nicht nur die Gemeindevertretung von Birkenwerder neu gewählt. Auch die ehrenamtlich tätigen Mitglieder der Beiräte werden neu berufen. Diese Gremien können zwar keine Beschlüsse fassen, haben aber eine wichtige beratende Funktion innerhalb der Kommunalpolitik – und mehr noch: Sie tragen Wünsche und Sorgen aus der Bevölkerung an die Verwaltung heran und initiieren eigene Projekte oder Veranstaltungen.

Radwege, blühende Wiesen, Naturschutz – die To-Do-Liste des Umweltbeirates ist lang. „Wir sind eine relativ aktive Gruppe von sechs Personen, und vom Alter her gut durchmischt“, sagt der Vorsitzende Jürgen Lampe, der gleichzeitig auch als einziges Mitglied bereits in der zweiten Legislaturperiode dem Beirat angehört. Die Beiräte der Gemeinde werden jeweils für eine Wahlperiode von der Gemeindevertretung berufen. Etwa alle zwei Monate findet eine Beratungssitzung statt, zu der interessierte Gäste willkommen sind –  die Protokolle werden auf der Gemeinde-Homepage veröffentlicht. Die Mitglieder des Umweltbeirates, der vor etwa zehn Jahren ins Leben gerufen wurde, formulieren Anträge und Anfragen an den Ortsentwicklungsausschuss, welcher Empfehlungen an die Gemeindevertretung abgibt. „Wir sind sozusagen die unterste Ebene der Gemeindevertretung – die mit der größten Bürgernähe“, erklärt Jürgen Lampe. „Unsere Funktion ist es, die Interessen aus der Gemeinde in die Verwaltung zu tragen. Und die Bürger fragen uns auch wirklich gerne“, berichtet der 77-Jährige, der früher als Mobilfunktechnik-Ingenieur gearbeitet hat.
Der Umweltbeirat ist in viele Projekte eingebunden, gibt aber auch selbst häufig den Anstoß für Veränderungen. „Wichtig ist uns, dass der Zeitrahmen überschaubar ist und es nicht immer jahrelang dauert, bis sich etwas verändert“, betont Jürgen Lampe. „Aber wir sind geduldig. Die Erfahrung hat gezeigt: Steter Tropfen höhlt den Stein.“

Des Weiteren hat der Beirat dazu angeregt, dass die Gemeinde eine Fläche für das Wildblumenprojekt der Universität Potsdam, zur Verfügung stellt. Ziel ist es, heimische Wildpflanzen wieder anzusiedeln, zum Beispiel auf einer Fläche gegenüber vom Netto-Markt.
Das Gremium hat die Radwege-Problematik ins Auge gefasst und dazu ein Konzept entworfen, welches der Verwaltung als Vorschlag für die zukünftig Verkehrsentwicklungsplanung vorgelegt wurde. Ziel ist die Erstellung eines integrierten Konzeptes für den gesamten innerörtlichen nicht-motorisierten Verkehr. „Dabei geht es uns nicht um das touristische Radfahren, sondern um sichere Wege für die Bewohner von Birkenwerder, insbesondere auch Kinder und ältere Menschen“, erklärt Jürgen Lampe. Der Umweltbeirat arbeitet diesbezüglich eng mit dem ADFC zusammen.

Ein weiteres wichtiges Anliegen ist ein Wanderweg, der auch über die Havelinsel führen soll. „Dazu müsste die abgerissene Brücke wieder aufgebaut werden, damit der Weg weiter nach Borgsdorf gehen kann“, erklärt Jürgen Lampe. Auch die Reinhaltung der Havelwiesen liegt ihm am Herzen.
Darüber hinaus setzt sich der Beirat für die Erstellung eines aktuellen Landschaftsnutzungsplans ein.


Text/Foto: ww

Gemeindeverwaltung

Hauptstraße 34
16547 Birkenwerder

Tel.:  03303 - 290 0
Fax.: 03303 - 290 200
info@birkenwerder.de

Sprechzeiten:
Di.   9:00 - 12:00 Uhr
     13:00 - 18:00 Uhr
Do.  9:00 - 12:00 Uhr

Termine