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Utopisches in der Clara-Zetkin-Gedenkstätte zur Frauenwoche

11.03.2019

Den Menschen Mut machen, ihnen Perspektiven aufzeigen, das war der Beweggrund, warum Clara Zetkin den utopischen Roman von Edward Bellamy mit einem Vorwort versah und ihn erneut nach dem verheerenden Ersten Weltkrieg herausgab.

 

Übersetzt hatte sie den Roman mit dem Titel "Ein Rückblick aus dem Jahr 2000 auf 1887" bereits 1890. Da war er in den USA ein Bestseller. Bellamy beschreibt eine egalitäre Gesellschaft, in der es keine niederen, schlecht bezahlten Dienstleistungen gibt und jeder nach den eignen Fähigkeiten bei gleicher Entlohnung eingesetzt wird. Mit großer historischer Kenntnis las die Politologin Claudia von Geliéu von Frauentouren passend zur Frauenwoche aus den Kapiteln, in denen Bellamy seinen Protagonisten Mr. West das neue Frauenbild mit Erstaunen kennenlernen lässt. Lachend stellt von Geliéu fest: "Da ist er doch noch sehr seiner Zeit verhaftet. Das Frauenbild von Clara Zetkin ist mir da lieber." Zetkin wäre das Motto der diesjährigen Frauenwoche "Hälfte/ Hälfte - Ganz einfach" sicher sehr nah gewesen, während Bellamy trotz aller Utopie noch stark an ein schwaches weibliches Geschlecht festhält. Dennoch waren sich die Besucherinnen und Besucher im gut gefüllten Saal der Gedenkstätte einig, dass der Roman auch heute Perspektiven und neue Denkanstöße liefern kann. Es hat sich wieder gelohnt, Claudia von Geliéu eingeladen zu haben.

Text/Foto: Manuela Dörnenburg
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