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Von Effi Briest bis Jenny Treibel – Christine von Brühl liest aus ihrem neuen Buch über Fontanes Frauenfiguren

11.03.2019

Die Ankündigung zur Lesung aus dem Buch „Gerade dadurch sind sie mir lieb. Theodor Fontanes Frauen“ der Autorin Gräfin Christine von Brühl stieß auf derart großes Interesse, dass die 70 reservierten Plätze im Ratssaal Birkenwerder nicht ausreichten. Weitere 20 Stühle wurden herbeigeholt, sodass alle Gäste die Veranstaltung sitzend verfolgen konnten.

 


Als Geschenk zum Weltfrauentag hat die Gemeinde Birkenwerder in Kooperation mit der Bibliothek bereits zum zweiten Mal eine besondere Lesung mit kostenfreiem Eintritt veranstaltet. Nachdem die Autorin Gräfin Christine von Brühl im vergangenen Jahr ihr Buch „Anmut im märkischen Sand. Die Frauen der Hohenzollern“ vorgestellt und dafür großen Zuspruch erhalten hatte, standen am Freitag die weiblichen Figuren aus Theodor Fontanes Werken im Mittelpunkt. Die wohl bekannteste unter ihnen ist Effi Briest, doch auch Grete Minde, Mathilde Möhring oder Jenny Treibel sind faszinierende Personen der Literaturgeschichte.


„Nur wenige historische Werke sind derart von weiblichen Figuren geprägt, wie die Theodor Fontanes“, erklärt Christine von Brühl. Doch woher bezog er seine Informationen über das weibliche Geschlecht? Dieser Frage geht die Autorin in ihrem Buch „Gerade dadurch sind sie mir lieb. Theodor Fontanes Frauen“ nach, welches pünktlich zum großen Fontane-Jubiläum – der Geburtstag des Schriftstellers jährt sich zum 200. Mal – im Aufbau-Verlag veröffentlicht wurde.

Theodor Fontane sprach Frauen Intelligenz, Mut und geistige Unabhängigkeit zu. Er liebte Plaudereien und bekam schnell das Vertrauen der Damen.

Christine von Brühl beschreibt Fontane als einen Mann, der Frauen mochte und ihnen – im Gegensatz zu den meisten anderen Männern im 19. Jahrhundert, Intelligenz, Mut und geistige Unabhängigkeit zusprach. Von großer Bedeutung war das gute Verhältnis zu seiner einzigen Tochter Martha. Aber auch die realen Erfahrungen mit seiner Mutter, seinen Schwestern und seiner Ehefrau inspirierten ihn zu seinen Romanfiguren. Er hatte eine Vorliebe für Plaudereien und hat sich nicht künstlich wichtig gemacht, wodurch Frauen schnell Vertrauen zu ihm gefasst haben sollen.


Im Ratssaal lauscht das faszinierte Publikum, zu dem auch einige Herren gehören, den Ausführungen der Autorin. Mit ihrem freundlich entspannten Auftreten erschafft sie sofort eine gemütliche Atmosphäre ohne Distanz.
„Ich bin gerne wieder nach Birkenwerder gekommen“, sagt die Berliner Schriftstellerin. „Das ist ja auch eine besonders nette Veranstaltung.“ Auch die Organisatorinnen Doreen Wilke von der Gemeindeverwaltung und Bibliothekarin Regina Oergel zeigten sich äußerst zufrieden. „Danke für den Ansturm“, lobte Doreen Wilke das Publikum. Die Frauentagslesung mit Christine von Brühl soll sich zur festen Veranstaltung in Birkenwerder etablieren. „Sie hat bereits für kommendes Jahr zugesagt“, verrät Doreen Wilke.

Text/Foto: ww

Bildunterschrift: Die Autorin Christine von Brühl (rechts) mit Organisatorin Doreen Wilke von der Gemeindeverwaltung.



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