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Vorfreude auf Kinder- und Jugendfreizeithaus CORN

06.12.2017

Die Eröffnungsfeier des Kinder- und Jugendfreizeithauses CORN liegt bereits einige Wochen zurück, doch bis der reguläre Betrieb aufgenommen werden kann, wird es bis Januar dauern. Die Vorfreude auf das neue Haus ist bei Hortkindern und Jugendlichen aber ungetrübt.

Noch sind einige Räume im Anbau kalt und die Wände ziemlich kahl. Das Mobiliar ist nicht vollständig. Handwerker gehen ein und aus. Jürgen Baer, der schon seit der Wendezeit im Jugendclub arbeitet und vor über zehn Jahren die Leitung übernahm, ist jeden Tag vor Ort und hat alle Hände voll zu tun. Vieles gestaltet er selbst, baut Möbel zusammen und packt an, wo er kann. Auch seine Kollegin Stefanie Groß ist mit von der Partie. Wenn Jugendliche vorbei kommen, um ihre Hilfe anzubieten, werden sie nicht weggeschickt. Der reguläre Betrieb wird jedoch erst Anfang des neuen Jahres aufgenommen werden können. „Das muss man jetzt einfach so nehmen, wie es ist. Wir wollen auch nichts übers Knie brechen“, sagt Jürgen Baer. „Die Zeit ist zwar nicht einfach, aber sie bringt uns auch vorwärts.“ Auch im Übergangsdomizil in der Industriestraße stehen noch Restarbeiten aus.  

Hortkinder und Jugendliche sind unter einem Dach, werden aber separat betreut

Im Obergeschoss sieht die neu gestaltete Kuppel dagegen schon recht imposant aus. Gleich nebenan befindet sich das Jugendcafé mit Bar und Billardtisch. Im Erdgeschoss gibt es einen großen Multi-Kulti-Raum, der auch für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden soll. Außerdem ist Platz für einen Bandraum, eine Werkstatt, ein Computerkabinett, eine Kindermalschule und einen Umweltraum sowie ein Spielzimmer. Das gesamte Gebäude ist durch Fahrstühle barrierefrei, die in Kürze in Betrieb genommen werden. Die Gemeinde nimmt für Sanierung, Umbau, Anbau sowie Gestaltung der 5000 Quadratmeter großen Außenanlagen über zwei Millionen Euro in die Hand. Der Bescheid über beantragte Fördermittel steht noch aus.
Das Konzept des Jugendclubs erlebt eine große Wandlung. Denn in Zukunft sind Hortkinder der vierten Klasse dort nicht nur Gäste, sondern haben ihre eigenen Räume zum kreativen Arbeiten und Entspannen. „Die Kinder freuen sich sehr darauf“, sagt Hortleiterin Sylvia Weiß. Das Außengelände mit Spielplatz habe auch seinen Reiz für die jungen Besucher. Wenn nach der vierten Klasse ihre Zeit im Hort zu Ende geht, kennen die Kinder bereits den Weg in den Jugendclub und haben weniger Hemmungen.

Viele Restarbeiten stehen noch aus. Einige Möbel müssen geliefert werden.

Jürgen Baer hat viele Pläne im neuen Haus. Der Chor soll wieder neu aufgebaut werden. Auch eine Tanzgruppe soll sich etablieren. Wichtig ist ihm aber auch, die Jugendlichen nicht mit Angeboten zu überschütten. Sie sollen auch Zeit für Gespräche und Erholung haben. „Hier soll ein soziales Lernen ohne Druck stattfinden“, sagt Baer. Auch der Kontakt zwischen den Generationen und Verständnis füreinander ist ihm wichtig. „Schicke Möbel sind nicht das, was unser Haus ausmacht. Soziale Kompetenzen zu vermitteln, ist unser Geschäft.“

Text/Foto: ww


Das neu gestaltete Außengelände ist auch für die Hortkinder attraktiv


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