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Wertvolle Ressource im Visier – Wasserwerk Stolpe bietet einzigartigen Blick hinter die Kulissen

04.06.2018

Das Wasserwerk Stolpe ist fast jedem ein Begriff. Doch die wenigsten haben die Gebäude mit den riesigen Filter- und Rohrsystemen jemals von innen gesehen. Normalerweise ist das Werk für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Weil die Gemeindevertreter von Birkenwerder jedoch wegen einer möglichen Schließung der Havelinsel aufgrund nachgewiesener Exkremente im Wasser ein besonderes Interesse an der Thematik signalisiert haben, sind sie am Donnerstag, 31. Mai, zu einer speziellen Führung eingeladen worden.

Die gute Nachricht vorweg: Momentan können weder Hundekot noch andere Fäkalien im Wasser nachgewiesen werden, erklärte Leiter Carsten Utke, während er die Besucher aus Birkenwerder am Donnerstag durchs Wasserwerk Stolpe führte. Das veranlasst zum Aufatmen, denn bis vor Kurzem war die Schließung der Havelinsel im Gespräch, allerdings nur als letzte Option. Dort unterhalten die Berliner Wasserbetriebe, zu denen auch das Werk in Stolpe gehört, Einrichtungen zur Trinkwassergewinnung. In Proben waren vergangenes Jahr minimale Mengen an Exkrementen nachgewiesen worden. Jetzt sieht es so aus, als sei eine Schließung der Insel vorerst nicht nötig. Die  Maßnahmen, auf die sich die Wasserbetriebe gemeinsam mit der Gemeinde geeinigt hatten, scheinen Wirkung gezeigt zu haben. Durch das Aufstellen von Hinweisschildern und Hundetoiletten sind die Spaziergänger für das Problem sensibiliert worden.

Eine Schließung der Havelinsel für Spaziergänger ist vorerst nicht nötig, da sich die Wasserqualität wieder verbessert hat.

Bereits bei der Ankunft im Wasserwerk zeigten sich die Gäste aus Birkenwerder beeindruckt und überrascht von den historischen Bauten aus dem frühen 20. Jahrhundert. Den meisten ist nämlich eher das vom betonierten Waldweg aus einsehbare rote Werksgebäude aus den 80er-Jahren bekannt.  Die historischen Hallen mit bemerkenswert schöner Architektur, die alle unter Denkmalschutz stehen, beherbergen nur noch stillgelegte Maschinen mit überholter Technik. Heute werden in dem neuen Gebäude sowie den Außenanlagen täglich 120 000 Kubikmeter Trinkwasser gefördert und aufbereitet. Dieses lässt der Versorger Wasser Nord vor allem den Menschen in Glienicke, Borgsdorf, Mühlenbeck, Schönfließ, Hohen Neuendorf, Schildow, Stolpe, Bergfelde und Berlin-Reinickendorf zukommen.

Das Wasserwerk Stolpe war eigentlich mal das Wasserwerk der aufstrebenden Berliner Vorortgemeinde Pankow.

Das Wasserwerk Stolpe ist vor über 100 Jahren errichtet worden – für die Versorgung des aufstrebenden Berliner Vororts Pankow. Als Pankow schließlich 1920 eingemeindet wurde, haben die Großberliner Werke den Standort Stolpe übernommen und weiter ausgebaut.
Dem heutigen Werksleiter Carsten Utke ist es wichtig, die Verbraucher dafür zu sensibilisieren, dass die Verfügbarkeit von Trinkwasser aus dem Hahn nicht selbstverständlich ist. „Diese wichtige Ressource wird immer wieder bedroht. Tun Sie alles, um das Wasser zu schützen.“

Text/Foto: ww

Bildunterschrift: Bei der Führung durchs Wasserwerk Stolpe erfahren die Gäste aus Birkenwerder, wie das Trinkwasser gefördert wird.



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