Unsere Geschichte
Die Geschichte Birkenwerders ist ein Muss für alle Interessierten unserer kleinen Gemeinde. Einige unserer Bürger sind Hobbyhistoriker und haben mit viel Liebe und Schweiß unsere Geschichte aufgearbeitet. Erfahren Sie in einer textlichen Zusammenfassung die Historie von Birkenwerder ab 1355 bis jetzt oder bestaunen Sie den dazugehörigen Zeitstrahl, der ihnen Auskunft über wichtige Ereignisse in Birkenwerder gibt.
Sie haben zudem die Möglichkeiten Artikel zu lesen, die teilweise auch in der Tagespresse erschienen sind, und in denen sich der Autor kritisch mit bestimmten geschichtlichen Ereignissen in Birkenwerder auseinandersetzt. Diese Artikel geben Ihnen einen Eindruck über das Leben im historischen Birkenwerder und lässt den Leser manchmal auch schmunzeln.
Historie von Birkenwerder ab 1355
Jüngste Ausgrabungen belegen die Besiedlung unserer Umgebung schon vor rund 5000 Jahren. Beim Abtragen eines Burgwalls an der Briesemündung in die Havel wurden in den 30er Jahren Scherben und Geräte gefunden die das eindeutig nachweisen. Die Ersterwähnung von Birkenwerder geht auf das Jahr 1355 zurück.
Birkenwerder verweigert dem Kaiser die Auskunft
Viele Geschichten, Ereignisse und Begebenheiten in grauer Vorzeit und näherer Vergangenheit von Birkenwerder sind es wert, uns in Erinnerung zu rufen. Auch wenn den alten Birkenwerderanern heutige Probleme, wie z.B. Diskussionen zu Einzelhandelskonzept und Vollsortimenter fremd waren, gab es für sie auch in jener Zeit schwer zu lösende Probleme, die uns heute manchmal als kuriose Querelen anmuten.
Ein Prozess um Birkenwerder
Eine ganz bewegende Geschichte nahm 1524 in Birkenwerder ihren Anfang. Über sie wurde bereits mehrfach berichtet, u.a. durch Herrn Bodo Becker 2005 anlässlich des 650-jährigen Bestehens Birkenwerder.
Freibauer Schröder wird weggejagt
Louise Henriette von Oranien/Nassau (1627-1667) hatte von ihrem Gatten, dem Großen Kurfürsten von Brandenburg Friedrich Wilhelm, das Amt Bötzow, das spätere Oranienburg, mit allen dazugehörigen Dörfern, Gütern, Vorwerken, Schäfereien, Mühlen, Weiden, Fischereien mit allen Pacht- und Zinseinnahmen 1650 geschenkt erhalten.
Der faule Krüger von Birkenwerder
In dem Bemühen um die Entwicklung ihrer Stadt Oranienburg legte die Kurfürstin Louise Henriette besondere Sorgfalt auf den Wirtschaftszweig des Bierbrauens. Ursache u.a. dafür war die Tatsache, dass damals Bier als Nahrungsmittel galt und von Jung und Alt in nicht geringen Mengen getrunken wurde.
Streit um das Schulzenamt in Birkenwerder
Wie bereits berichtet, wurde in Birkenwerder 1683 Jürgen Iden auf den Hof des weggejagten Jürgen Schröder gesetzt und nach den Akten im selben Jahr als erster Schulze in Birkenwerder vereidigt.
Die erste Chronik von Birkenwerder
Dem ersten Chronisten von Birkenwerder, Pfarrer Johann Friedlieb Bona, im Amt von 1710 bis 1720, verdanken wir interessante Informationen über unseren Ort in seiner Zeit.
Bei einer Hochzeit eine Ochenzung
Johann Friedlieb Bona, Prediger in der Gemeinde Birkenwerder von 1710 bis 1720, hat in seiner Chronik „Nachricht von Birkenwerder und den dazu gehörigen Filiabus“ berichtet, in welcher schwierigen Situation sich das Land und seine Menschen befanden.
Eine junge Eiche mit eingeschnittenem Kreuz
Beistehende Abbildung zeigt den Kopf der „Karte von denen unterm Königl. Amte Oranienburg [Oranienburg durchgestrichen, überschrieben mit Bötzow] gehörige Zinß-Wiesen der beyden Dörffer Hohen Neuendorff und Birkenwerder, nach Anzeige des Registers sub Lit. K. sind auf S. hochlöbl.- Kriegs und Domainen Cammer Verordnung vermeßen, auch Carten und Registere in du Cplo verfertiget. Ao. 1732 von L. A. Schützen“.
Die Separation – eine große Agrarreform in Birkenwerder
Unter Separation versteht man eine in Deutschland im 18. und 19. Jahrhundert großangelegte Flurbereinigung und Neuverteilung aller landwirtschaftlichen Flächen. Die überkommene alte Dreifelderwirtschaft, je ein Drittel Sommer- bzw. Wintergetreide, ein Drittel Brache, mit gewissen Änderungen durch Kartoffel- und Futterpflanzenanbau, war zu einem großen Hemmnis geworden.
Sitzplatzordnung in der Kirche von Birkenwerder
Das alte vom Großen Kurfürsten 1663 erbaute Kirchlein auf dem Gelände des heutigen Pfarrhauses – auf dem Aquarell von Birkenwerder um 1795 in der Ausgabe unserer Zeitung vom 19./20.02.2011 zu sehen – musste wegen Baufälligkeit durch einen Neubau ersetzt werden.
Schulze Bergemann mogelt bei seiner Gehaltsforderung
Der Kampf um gesicherte Einkünfte wie bei den Predigern und Küstern betraf auch viele im Laufe der Zeit in Birkenwerder tätigen Schulzen.
Wie Max Rehberg in seiner Chronik „Birkenwerder, Geschichte und Gegenwart“ schreibt, musste Schulze Wilhelm Bergemann, im Amt von 1829 bis 1842, 13 Jahre um seine Schulzenentschädigung kämpfen.
Sind die Ziegeleibesitzer Birkenwerderaner?
Nach der Erschließung großer Tonvorkommen in der Feldmark begann auch für Birkenwerder das Zeitalter der Industrialisierung. Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Bauern Eigentümer ihres Landes geworden und konnten über ihren Besitz frei verfügen. Bereits 1837 verkaufte Bauer Carl Urack einen Teil seines Ackers an der heutigen Havelstraße, wo die sog. Ziegelei I errichtet wurde. Bald folgten viele Landbesitzer seinem Beispiel.












