Waldbrandgefahrenstufe 4 in Oberhavels Wäldern

um Feuer zu vermeiden / Landkreis investiert in Hygieneboards und einen Fire-Flex-Tank für die Brandschutzeinheiten


Täglich Temperaturen um die 30 Grad Celsius, die Luft ist heiß und trocken und Regen ist auch in den kommenden Tagen nicht in Sicht: Das macht den Wäldern im Landkreis mächtig zu schaffen. In Oberhavel gilt derzeit – wie in ganz Brandenburg – Waldbrandgefahrenstufe 4. „Der kühle und feuchte Mai hat der Natur zwar eine kurze Entspannung gebracht, aber mit jedem weiteren heißen Sommertag steigt die Waldbrandgefahr wieder", informiert Kreisbrandmeister Steffen Malucha und appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, dass beim Aufenthalt im Wald oder in Waldnähe erhöhte Vorsicht geboten ist.

Das Betreten der Wälder ist aktuell nicht verboten, der Kreisbrandmeister bittet dennoch alle Bürgerinnen und Bürger, konsequent die Grundregeln im Umgang mit offenem Feuer einzuhalten. Dazu zählen:

• Im Abstand von fünfzig Metern zum Wald ist offenes Feuer grundsätzlich verboten.
• eine brennende Zigarette oder Zigarettenreste aus dem Auto werfen
• Rauchverbot im Wald
• kein Grillen oder Lagerfeuer im Wald oder in Waldnähe
• Waldeinfahrten nicht mit dem PKW oder anderen Fahrzeugen zuparken; der Weg für die Feuerwehren und Rettungskräfte muss frei bleiben.
• Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras abstellen

Landkreis investiert in Hygieneboards und einen Fire-Flex-Tank für die Brandschutzeinheiten

Aufgrund der anhaltenden Coronapandemie hat der Landkreis Oberhavel seine Brandschutzeinheiten in den vergangenen Monaten mit zwei Hygieneboards ausgestattet. „Diese können vom Landkreis bei Großschadenslagen und im überörtlichen Einsatz bereitgestellt werden und dienen zur Gewährleistung der Einsatzstellenhygiene, um eine Coronainfektion bei den Einsatzkräften zu vermeiden“, informiert der zuständige Dezernent für den Brandschutz, Matthias Rink. Zu den Boards gehören neben ausreichenden Haut- und Flächendesinfektionsmitteln auch Masken und mehrere hundert Antigen-Schnelltests.

„Zudem halten wir seit diesem Jahr einen mobilen Fire-Flex-Tank mit 35.000 Litern Löschwasserinhalt speziell für die Waldbrandbekämpfung aus der Luft vor. Für die Neuanschaffungen hat der Landkreis rund 20.000 Euro investiert“, so Rink.

Oberhavel wird zur Waldbrandfrüherkennung flächendeckend mit speziellen Brandrauch erkennenden Kameras gescannt. „Bei dieser Trockenheit bitten wir auch um Zurückhaltung bei Gartenfeuern. In den vergangenen Wochen kam es zu mehreren Alarmen für die Wehren, weil die Rauchentwicklung von Lagerfeuern über dieses Kamerasystem erkannt wurde und in der Leitstelle Einsätze ausgelöst hat“, sensibilisiert Kreisbrandmeister Steffen Malucha.

Sobald die Waldbrandgefahrenstufe 5 – die höchstmögliche – droht, ist das Betreten der Wälder gänzlich untersagt. Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, alle beobachteten Brände unverzüglich der Feuerwehr (Notruf 112) oder der Polizei (Notruf 110) zu melden, um größere Schäden zu verhindern.

Pressemeldung des Landkreises