Beeindruckendes Musikprogramm

„WWW – Weihnachten WeltWeit“ – unter dieser Überschrift hatte die Regine-Hildebrandt-Gesamtschule zu ihrem diesjährigen Weihnachtskonzert geladen. Ein „musik- und aktionsgeladenes Weihnachtsevent“ sollte es werden, so die Einladung.

Die Macher hatten nicht zu viel versprochen! Die Gäste erlebten ein mehr als zweistündiges Programm, in dem die Schule einmal mehr ihr ganzes unglaubliches kulturelles Spektrum unter Beweis stellte. Der Schulchor, die Bands Most Wanted und New B.O.R.N., der Profilkurs Orchester, die Lehrerband und der Lehrerchor, der Musikkurs 12 und der Männerchor Viri Reginae, die Klassen 8b und 8f, sowie zahlreiche Solisten und eine Kindergruppe unter Leitung von Schülerinnen waren mit dabei. Alexandra Braband und Dominique Roi hatten die Moderation übernommen. Im Hintergrund wirbelten die Aktiven der Technik AG, der Security und des Catering Teams.
So vielfältig wie die Akteure waren auch die Darbietungen. Von klassischen Weihnachtstiteln wie ‚In dulci jubilo‘ oder einen Pachelbel-Kanon über die irische Weihnachtsweise ‚Wexford Carol‘ und das russische Volkslied ‚Korobeiniki‘  bis zu Songs wie ‚Mercy‘ (Shawn Mendes, Kanada) und ‚Hedwig’sTheme‘ aus Harry Potter oder ‚In Dreams‘ aus Herr der Ringe reichte die Palette, von besinnlich bis aufwühlend, von getragen bis fetzig. Die Bühne lag mal in eisig-blauem, mal in golden-warmem Licht. Ab und zu wurde sie auch von einer Wolke aus Bühnennebel umhüllt.
Unübersehbar, unüberhörbar war dabei für alle, die regelmäßig zu Konzerten in die Regine kommen: Stephan Küchner ist wieder da, mal am Klavier und mal am Schlagzeug, mal als Dirigent und mal als Sänger im Lehrerchor oder im jüngst gegründeten Männerchor ‚Viri Reginae‘ . Passend zum Titel ‚White Christmas‘  erschienen die Herren ganz in Weiß auf der Bühne, im Chemie-Kittel oder auch im Bademantel. Dazu trugen sie mehr oder weniger winterliche Brillen. Genauso unkonventionell wie ihre Kostüme waren ihre Musikstücke. Den von Stephan Küchner bearbeiteten Klassiker ‚Stille Nacht‘ hat wohl keiner der Anwesenden je in einer ähnlich launigen eigenwilligen Interpretation gehört.  
Das bunte Konzert war der ideale Rahmen auch für die Präsentation der Finalisten im diesjährigen Literaturpreis der Schule: Christine George trug Goethes ‚Prometheus‘ vor, Wiebke Geißler den ‚Zauberlehrling‘. Leon-Luks Mai, Ayke Läscher und Mario Kraft hatten mit ihrem Sketch über eine Puppe, die wackelt, wenn sie Lügen hört, die Lacher auf ihrer Seite. Und Anton Neumann überraschte mit seinem selbst geschriebenen Rapp ‚Meine  Heimat‘. Das Publikum war aufgerufen, mit Hilfe von Stimmzetteln an der Entscheidung mitzuwirken. Die Qual der Wahl. Nach der Pause verkündete Lehrerin Katrin Lindstädt: Wiebke Geißler wird mit dem diesjährigen Preis ausgezeichnet.
Gemeinsam war allen Beiträgen des Abends: Die Sänger, die Instrumentalisten und die Literatur Vortragenden sprühten vor Begeisterung für ihre Musik und ihre Stücke. Das Publikum dankte es mit langanhaltendem Applaus, begeisterten Rufen und Pfiffen.
Die Verantwortlichen hatten im Vorfeld diskutiert, ob das Weihnachtskonzert nach dem Anschlag in Berlin abgesagt werden sollte. Sie haben es bewusst nicht getan, auch um ein Zeichen für friedliches Miteinander zu setzen. „Leuchte, Licht, mit hellem Schein, überall, überall soll Friede sein“ lauteten die letzten Liedzeilen des Abends.

Text / Foto: Eva Neumann für die Gemeindeverwaltung Birkenwerder