Mit Hunderten Gästen wurde am 17. November die Eröffnung des Kinder- und Jugendfeizeithauses CORN gefeiert!
Am Freitag, dem 17.11.2017 konnte der Bürgermeister Stephan Zimniok im Beisein der Bürgermeisterin unserer Partnergemeinde Villateneuse, Frau Carinne Juste und ihrer Delegation nicht nur das Gebäude sondern auch den dazugehörigen Spielplatz und Garten zur Nutzung freigeben.
Gibt es ein größeres Lob als Freudentränen? Eine junge Frau, ehemaliges Mitglied des CORN, wischte sich immer wieder Tränen ab und meinte: „Dass dieser langjährige Traum doch wahr werden konnte und so ein schönes Haus nun da ist.“ Andrè Kiehne, seit vielen Jahren im Jugendklub aktiv, strahlte genauso wie alle anderen, die viele Jahre gemeinsam so viele Probleme und Hürden meisterten. So wurde 2011 erstmals überlegt, wie der Jugendclub erhalten werden könnte. 2016 begannen die ersten Abrissarbeiten begonnen. Auch Kerstin Villalobos (SPD und Vorsitzende der Gemeindevertretung) freute sich, wie über den Bau des dringend notwendigen Fahrstuhls, der Brandschutzprobleme und Gedanken über Verkauf des Grundstückes und Einzugspläne in den Hohen Neuendorfer Jugendklub schlussendlich ein solch schönes Haus für unsere Kinder und Jugendlichen entstand.
Ein Haus für unsere jungen Mitbürger
2,4 Milionen Euro kosteten die aufwendige Sanierung des Hauses sowie der 4800 Quadratmeter großen Außenanlagen mit vielen tollen Spielmöglichkeiten wie Hüpfkissen, Klettergerüst und Seilbahn.
Andrè Kiehne erläuterte: „Alles ist für drei Altersgruppen eingerichtet worden: Wir haben Horträume, die künftig etwa 45 Kindern zur Verfügung stehen werden, Räume für die 12 bis 13jährigen und dann für die Jugendlichen.“ Es wurden zum Beispiel mit dem Mehrzweckraum im Erdgeschoss Begegnungsmöglichkeiten für alle Altersgruppen geschaffen, aber auch Räume, die nur für die jeweilige Gruppe zur Verfügung stehen.
Verschiedene Spielräume, ein extra schallgeschützter Musikraum – man kann sich fast verlaufen.
Hell und freundlich, dieser Eindruck zieht sich durch das gesamte Haus.
Der Höhepunkt ist der Eingangsbereich zu den Räumen der Jugendlichen. Hier blieb jeder Besucher verdutzt stehen und nahm diese ganz besondere Atmosphäre in sich auf. Andrè Kiehne beobachtete das sehr erfreut.
Ein besonderes Ereignis für unsere Gemeinde
Nicht nur die französische Delegation nahm an der Eröffnung teil, sondern Vertreter vieler Organisationen und Parteien gratulierten den stolzen Nutzern. So kam der Vorstand des Handel-und Gewerbetreffs, Mitglieder der Beiräte wie Frau Erika Schürhoff und auch Frau Inka Gossmann-Reetz (MdL), die gleich mit Frau Villalobos ein intensives Gespräch fand. Bei Würstchen und Glühwein wurden Erinnerungen ausgetauscht und Fragen beantwortet. So erläuterte Frau Ute Bartels (Behindertenbeauftragte) Oliver Blum, der in seinem Rollstuhl die unteren Räume gut besichtigen konnte, woran alles zu denken war, um ein behindertengerechtes Gebäude zu schaffen. Noch musste Oliver Blum mit der Besichtigung der oberen Räume warten, da die Abnahme des Fahrstuhls aussteht.
Rundherum ein Haus für viele Interessen
Die Kinder testeten die Spielgeräte im Garten und nutzten das vielfältige Angebot im Hause: Bastelten Weihnachtsmänner, gestalteten herrlich bunte Spritzarbeiten oder formten mit Teigrolle und Ton verschiedene kleine Kunstwerke.
Währenddessen konnte man im Mehrzweckraum auf der kleinen Bühne ein buntes Programm erleben, das Kinder-und Jugendliche selbst gestalteten. Aus Neuruppin kam die Schulband Jetlagged, die ordentlich Power machte, während es nun dunkel geworden war und die hell erleuchteten Räume weithin strahlten. Im Musikraum bereiteten sich Mitglieder der Band der Regine-Hildebrandt-Schule vor, die verrieten, dass man vieles über sie bei Facebook unter "Melotorium" erfahren könnte.
Andrè Kiehne berichtete noch, dass im Garten nicht nur die Wellensittiche wieder in ihre schöne Voliere einziehen und Schafe leben werden, sondern dass auch bald die Europäische Sumpfschildkröte dort zu finden sein wird, eine Tierart, die hier eigentlich heimisch ist.
Danke an alle, die dieses Haus ermöglichten
Jürgen Baer, der sozusagen Synonym für CORN ist, sauste herum. Zählen, was er an Stunden und vor allem Energie und Engagement aufgebracht hatte, das kann niemand. Mit seinem Team vom Klub hat er viele Jahre durchgehalten und nie aufgegeben.
Dieses schöne Haus, mit seiner frohen und fantasievollen Fassade, ökologisch und behindertengerecht, zeigt uns allen, dass mit der Zusammenarbeit vieler und Durchhaltevermögen letztlich ein Traum erfüllt werden kann, ein Traum, der nicht nur Freudentränen auslöst, sondern so vielen Kindern und Jugendlichen ein Lachen ins Gesicht zaubert und ihnen viele Möglichkeiten für eine richtig tolle Freizeitgestaltung eröffnet. Und davon haben letztendlich alle Bürger unserer Gemeinde etwas.
Vielen Dank an alle. Und mögen die Fenster immer so einladend leuchten, die Kinder so begeistert spielen und viel, viel Lachen und Gesang aus dem Haus ertönen.
Text: mb
Foto: pk


