Fahnenhissung am Tag gegen Gewalt an Frauen

„Wir sagen NEIN! Zu Gewalt an Frauen“ – die Fahne mit diesem wichtigen Bekenntnis wurde am 25. November, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, vor dem Rathaus Birkenwerder gehisst. Die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Birkenwerder, Dr. Constance Raimer, und Bürgermeister Stephan Zimniok bekannten damit Farbe und machten auf die Relevanz des Themas aufmerksam. Denn die Zahlen steigen bundesweit – das löst auch beim Bürgermeister starke Betroffenheit aus. Dies sei ein gesellschaftliches Problem und keine reine Privatsache, auch wenn ein Großteil der Fälle häusliche Gewalt betreffen. Dr. Constance Raimer zitierte aus der Brandenburger Kriminalstatistik: Im Jahr 2024 wurden allein im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt im Land Brandenburg 6.790 Straftaten registriert und dazu 5.672 Tatverdächtige erfasst. Das ist ein Höchststand mit +7,4% zum Vorjahr. Davon waren 4.258 (75 %) Tatverdächtige männlich und 1.414 (25 %) weiblich. 80 % der Tatverdächtigen waren Deutsche. Etwa zwei Drittel der Fälle waren Körperverletzungen. Es sei davon auszugehen, dass die Dunkelziffer noch viel höher liege. „Ich möchte Betroffene ermutigen, sich Hilfe zu suchen bei entsprechenden Stellen, Frauenschutzeinrichtungen, darunter Frauenberatungsstellen, Frauenhäusern, Frauennotwohnungen und Fachkräften“, erklärte Dr. Constance Raimer. „Ebenso gibt es Hilfeangeboten für Männer, die sowohl als Opfer als auch Täter Gewalt erfahren. Gesondert benannt sei das Hilfetelefon 116016. Hier in der Gemeinde stehe auch ich als Kontaktperson zur Verfügung, kann Frauen, die betroffen sind, Gespräche anbieten, habe auch die entsprechende Qualifikation dafür. Für eine Beratung muss körperliche Gewalt nicht schon stattgefunden haben, es reicht aus, sich bedroht zu fühlen oder stark verunsichert zu sein, oder verbale Gewalt zu erleben.“ Die Gleichstellungsbeauftragte verweist auch auf den Frauennotruf Oberhavel unter Tel.  08006648045.

Text/Foto: Gemeindeverwaltung Birkenwerder

Bildunterschrift: Bürgermeister Stephan Zimniok und die Gleichstellungsbeauftragte Dr. Constance Raimer.