Mit Kaffee, Tee und Kuchen erinnerte der Förderverein der Clara-Zetkin-Gedenkstätte an den 169. Geburtstag der bedeutenden Frauenrechtlerin. Unter dem Titel „Kaffeetrinken mit Clara“ kamen am 5. Juli zahlreiche Interessierte in der Gedenkstätte in der Summter Straße 4 zusammen – jenem Haus in Birkenwerder, in dem Clara Zetkin lebte und arbeitete.
In gemütlicher Atmosphäre entwickelte sich eine lebhafte Gesprächsrunde über das Leben und Wirken der engagierten Frauenrechtlerin. Mehr als 25 Jahre redigierte sie die sozialdemokratische Frauenzeitung „Die Gleichheit“ und prägte damit die internationale Frauenbewegung. Die Gäste besichtigten den mit Originalmöbeln eingerichteten Raum mit Zetkins Schreibtisch sowie das Informationszentrum und die Ausstellung mit Fotografien, Dokumenten und ihrer Büste.
Brigitte Rahim vom Förderverein gab einen fundierten Überblick über Clara Zetkins Lebensweg. Eindrucksvoll ergänzten die von Heidrun Szczepanski ausgewählten Zetkin-Zitate die Gespräche. Marga Voigt bereicherte die Veranstaltung mit persönlichen Einblicken aus Zetkins Briefen.
Trotz zahlreicher Hindernisse setzte sich Clara Zetkin als alleinerziehende Mutter zweier Söhne unermüdlich für soziale Gerechtigkeit und die Gleichberechtigung der Frauen ein. Als Alterspräsidentin eröffnete sie 1932 den Reichstag und rief eindringlich zur Einheit gegen den Nationalsozialismus auf.
Die Veranstaltung machte deutlich, dass Clara Zetkins Wirken bis heute aktuell ist und einen wichtigen Beitrag leistet, das Vermächtnis der außergewöhnlichen Frauenrechtlerin lebendig zu halten und auch jüngeren Generationen nahezubringen.
Text/Foto:bm
Bildunterschrift: An der Skulptur im Garten der Gedenkstätte mit Clara Zetkin und Rosa Luxemburg: v.l. Brigitte Rahim, Heidrun Szczepanski, Marga Voigt


