Klassisches Konzert im Rathaus Birkenwerder

Mit einem musikalischen Paukenschlag eröffneten die Kammermusikfreunde Birkenwerder e.V. am 9. Mai ihre neue Konzertsaison. Das Rathauskonzert wurde zu einem besonderen Abend der Kammermusik – mit einem anspruchsvollen Programm, renommierten Professorinnen und Professoren sowie internationalen Nachwuchstalenten der „Beethoven Chamber Music Academy 2026“. Unter der künstlerischen Leitung von Prof. Tomasz Tomaszewski präsentierten wechselnde Ensembles Werke großer Komponisten: Franz Schuberts berühmtes Klavierquintett A-Dur D 667, besser bekannt als „Forellenquintett“, erklang in einer Besetzung mit Adam Tomaszewski am Klavier. Mit Anekdoten und großer Sachkenntnis führte Tomaszewski durch den Abend, erzählte von der Entstehungsgeschichte der Werke, von legendären Aufführungen und berühmten Interpreten.  Einen reizvollen Kontrast setzte anschließend ein Flöten-Trio unter der Leitung von Rita D’Arcangelo mit Johann Joachim Quantz’ Trio D-Dur QV 3:3:2. Danach wandte sich das Programm erneut Franz Schubert zu: Zwei Sätze aus dem monumentalen Streichquintett C-Dur D 956 erklangen unter der Leitung von Prof. Katarzyna Polonek. Tomaszewski erinnerte dabei daran, dass das Werk von zahlreichen Komponisten als Musik für die eigene Beerdigung gewünscht worden sei – unter anderem von Frédéric Chopin. Zugleich verwies er auf legendäre Interpretationen mit Musikern wie Isaac Stern und Pablo Casals. Den emotionalen Höhepunkt des Abends bildete schließlich Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Streichsextett d-Moll op. 70 „Souvenir de Florence“. In dem ebenso leidenschaftlichen wie dramatischen Werk verarbeitet der Komponist Erinnerungen an eine Reise nach Florenz. Gemeinsam mit Prof. Tomasz Tomaszewski an der ersten Violine und dem langjährigen Solo-Bratscher der Berliner Philharmoniker, Prof. Winfried Strehle, musizierten junge internationale Talente mit großer Intensität. Das Publikum erlebte einen Konzertabend, der noch lange nachhallen dürfte.

Text/Fotos: bm

Bildunterschriften:

Bild 1: Cellisten vom Streichquartett zeigen ihr Können.

Bild 2: Das Streichquartett erntet großen Applaus.