Rund 70 Kunstinteressierte folgten am 16. Oktober der Einladung des Vereins „Skulpturen Boulevard e. V.“ zum Rundgang „Open Vernissage“. Gemeinsam mit Kurator Roland Matticzk erkundeten sie die neuen Kunstwerke des Jahres 2026 entlang des Skulpturenboulevards zwischen Birkenwerder und Hohen Neuendorf. Auch Birkenwerders Bürgermeister Stephan Zimniok nahm an dem Rundgang teil.
Gegenüber dem Rathaus Birkenwerder stellten Roland Matticzk und der Künstler Oleksii Zolotar (Berlin/Kiew) das Werk „Geometrische Archaik“ aus Cortenstahl vor, das im Jahr 2016 entstand. Anschließend führte der Rundgang entlang der Birkenwerder Straße zur Streetart Gallery. Dort erhielten die Teilnehmenden Einblicke in frühere Arbeiten sowie in die beim Street-Art-Festival im Juli entstandenen Mauerfall-Motive von Künstlern der Berliner East Side Gallery.
Ein besonderer Schwerpunkt des Rundgangs lag auf der Würdigung von sechs neuen Skulpturen auf dem Boulevard. Birkenwerders Bürgermeister Stephan Zimniok zeigte sich besonders angetan von der „Eule im Harlekinkostüm“ der Künstlerin Erika Stürmer-Alex. Die 1984 entstandene Polyesterarbeit diente als Vorlage für mehrere großformatige Straßenskulpturen, die im Auftrag der Stadt Frankfurt (Oder) realisiert wurden.
Ein weiteres Highlight war die Vorstellung der „Windschaufel“ von Reinhard Haverkamp, der eigens aus Bergen in Norwegen angereist war. Die 2026 geschaffene Skulptur aus Edelstahl erweitert das vielfältige künstlerische Spektrum des Boulevards.
Auch die Berliner Bildhauerin Liz Mields-Kratochwil ist mit zwei Werken vertreten: Neben der „Knotensäule“ bereichert auch die 1984 entstandene „Flötenspielerin“ aus Betonguss den Skulpturenboulevard.
Robert Metzkes’ „Räkelnde“ aus Terrakotta, entstanden im Jahr 2015, zieht unter einer Glaspyramide die Blicke auf sich. Den Abschluss des Rundgangs auf Hohen Neuendorfer Seite bildete die Skulptur „Blickwinkel“ von Oleksii Zolotar. Das Werk aus Edelstahl und Cortenstahl entstand 2021 und ist die zweite Arbeit des Künstlers auf dem Boulevard.
Zum Abschluss des Rundgangs dankte Kurator Roland Matticzk den Kommunen Birkenwerder und Hohen Neuendorf für ihre Unterstützung und ihr Engagement für das gemeinsame Kunstprojekt.
Die Besucherinnen und Besucher waren sich einig: Die neuen Werke bereichern die interkommunale Open-Air-Galerie und sind ein wertvolles Geschenk an die Bürgerinnen und Bürger beider Kommunen.
Text/Fotos: bm
BU:
- Roland Matticzk und Oleksii Zolotar vor dem Werk „Geometrische Archaik“,
- Die Windschaufel
- Die Knotensäule




