Im Rahmen des seit 1993 deutschlandweit etablierten „Tag des offenen Denkmals“ konnten am 13. September auch in Birkenwerder mehrere historische und kulturelle Orte besichtigt werden:
Im Rahmen des seit 1993 deutschlandweit etablierten „Tag des offenen Denkmals“ konnten am 13. September auch in Birkenwerder mehrere historische und kulturelle Orte besichtigt werden:
In der Summter Straße 4 informierte Christine Ligner vom Fördererverein der Clara-Zetkin-Gedenkstätte die Besucher über Leben und Wirken der bedeutenden Politikerin. Im Garten erinnert eine Skulptur an sie und ihre Weggefährtin Rosa Luxemburg.
Zetkin lebte bis kurz vor ihrem Tod 1933 in dem von ihrem Sohn Konstantin 1929 erworbenen Haus. Wohn- und Arbeitszimmer mit einem Porträt der 42-Jährigen -von ihrem erster Mann Friedrich Zundel gemalt - werden ergänzt durch Ausstellungsräume mit den Lebens-Stationen der letzten Alterspräsidentin des Reichstages vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten.
In der Birkenwerderstraße bot der Förderverein Kulturpark e.V.an der Kulturpumpe Kaffee und Kuchen sowie halbstündliche Führungen durch das denkmalgeschützte ehemalige Wasserwerk aus dem Jahr 1914, das 1934 nach Plänen des Frohnau Architekten Paul Poser erweitert und auf Elektropumpen umgerüstet wurde. Rund 60 Vereinsmitglieder engagieren sich seit 2018, unterstützt von der Gemeinde, für den Erhalt und die geplante Umwandlung in ein soziokulturelles Zentrum.
Gegenüber erläuterte Roland Matticzk vom Verein „Skulpturen Boulevard e.V.“ die Dauerausstellung der Streetart-Gallery. Die 2022 von Eberhard Lenk zum Thema Mauerfall geschaffene „Die offene Gesellschaft“ wurde im Juli beim East-Side-Festival mit neuen Murals von Künstlern der Berliner East Side Gallery aufgegriffen. Zwei Künstler, die unterschiedlicher nicht sein können, Kani Alawi und Schamil Gemajew, verbanden dabei ihre Werke zum Mauerfall in beeindruckender Künstler-Harmonie.
Auch das Karmelitenkloster mit der Kirche St.Theresia in der Schützenstraße 12, als Seminar-Zentrum beliebt, war geöffnet. Der Park mit seiner Quelle bietet Ruhe, die Kirche, täglich bis 17 Uhr geöffnet, ist zudem auch Konzertort, wie 2025 mit dem Liedermacher und DDR-Bürgerrechtler Stephan Krawczyk.
Tect/Fotos: bm
BU:
- Christine Ligner mit der Büste von Clara Zetkin in der Gedenk-Ausstellung
- Das Industrie-Denkmal Kulturpumpe
- Besucherin bewundert die Werke der „East-Side-Gallery“-Künstler Kani Alawi und Schamil Gemajew
- Kirche St. Theresia am Karmeliter-Kloster





