Auf der Suche nach Nahrung und Unterschlupf zieht es Marder, Waschbären und Co. in Wohngebiete. Die Wildtiere sind nicht nur lästig, sondern können auch große Schäden anrichten. Der beste Schutz ist, ihnen das Leben schwer zu machen.
Wenn es nachts auf dem Dachboden lautstark rumort, dann lässt das auf unerwünschte Mitbewohner schließen. Marder und Waschbären suchen hier gerne Unterschlupf. Größere Kot-Haufen und Urinspuren, sowie Überreste von Aas sind weitere Zeichen ihrer Anwesenheit. Wenn sie längere Zeit nicht entdeckt und beseitigt werden, führen sie zu unerträglicher Geruchsbelästigung. Da die Tiere immer wieder die gleiche Stelle als Toilette benutzen, besteht die Gefahr, dass Urin in den Boden eindringt und diesen dauerhaft schädigt. Das gilt auch für die Dachdämmung. Hier bauen die Tiere gerne ihre Schlafnischen. Beim Marder können die ab März zur Kinderstube werden.
Damit es soweit gar nicht erst kommt, muss den Tieren der Zugang versperrt werden. Marder und Waschbären sind gute Kletterer. Sie gelangen problemlos von benachbarten Bäumen aufs Dach. Fallrohre können mit metallenen Schutzringen ummantelt werden. Einen Zugang ins Gebäude finden die ungebetenen Gäste häufig in größeren Fugen unterhalb der Dachrinnen, zwischen losen Ziegeln oder durch Schäden in der Dacheindeckung. Hausbesitzer sollten solche Stellen beim Hauscheck besonders im Blick haben.
In punkto Nahrung sind Marder und Waschbären nicht allzu anspruchsvoll. Sie machen sich sowohl über Restmüll, als auch über Fallobst oder Haustierfutter her. Mülltonnen und gelbe Säcke sollen deshalb immer gut verschlossen sein und erst kurz vor der Abholung nach draußen gestellt werden. Katzen- und Hundefutter, sowie Reste von Tiernahrung dürfen nicht offen herum stehen. Eier und Nestlinge sind für die geschickten Kletterer leichte Beute. Zum Schutz der Frei- und Höhlenbrüter können Baumstämme mit Abwehrgürteln aus Drahtbiegeelementen versehen werden. Ställe von Hausgeflügel und anderen Kleintieren sollten ab der Dämmerung geschlossen gehalten werden. Aber auch für die Hauskatze kann die Begegnung mit einem Waschbären ungemütlich werden: Die maskierten Gesellen können äußerst aggressiv werden und haben scharfe Klauen und Zähne.
Im Vergleich zu den Schäden im Gebäude sind die, welche die Wildtiere im Garten anrichten, gering: Waschbären durchwühlen auf der Suche nach Regenwürmern schon mal den Rasen. Äußerst unangenehm sind auch im Garten die Kothaufen von Mardern, Waschbären, aber auch Füchsen. Sandkästen werden deshalb besser abgedeckt.
Natürliche Feinde haben die Wildtiere in der städtischen Umgebung nicht. Außerdem sind menschliche Siedlungen so genannte befriedete Gebiete. Die Jagd auf die herrenlosen Tiere ist hier aus Sicherheitsgründen nur in Ausnahmefällen, außerhalb der Schonzeit und mit Genehmigung der Jagdbehörde erlaubt.
Weitere Informationen finden Sie hier: www.oberhavel.de/documents_download/Flyer%20A4.pdf. Ansprechpartner in der Gemeindeverwaltung ist Hilmar Schütte im Grünamt (Tel: 290-132).
Text: Eva Neumann
Foto: Willi Rolfes / Deutscher Jagdschutzverband e.V.


