Wie geht es weiter mit der Roten Brücke in Birkenwerder?

Seit dem 18. Juli 2025 ist die Rote Brücke in Birkenwerder gesperrt. Ob sie saniert oder abgerissen wird, ist noch nicht entschieden. Eine Brückenprüfung im letzten Jahr hatte Mängel am Baukörper bestätigt, unter anderem wurde ein irreparabler Schaden an einem der Querträger festgestellt. „Der Zustand der Brücke beschäftigt die Gemeinde schon seit einiger Zeit, da sich dieser über die letzten Jahre deutlich verschlechtert hat“, erklärt Bürgermeister Stephan Zimniok. Die Prüfer hatten die Sperrung und eine vertiefte statische Begutachtung empfohlen. Dem ist die Gemeindeverwaltung nachgekommen. Derzeit arbeitet die Verwaltung an der Zusammenstellung der Unterlagen für eine Entscheidung der Gemeindevertretung. „Aktuell kommen nach Auffassung der Verwaltung nur die Varianten der Sanierung oder des Abrisses in Frage. Da beide Maßnahmen Aufwendungen in Millionenhöhe erwarten lassen, muss eine Entscheidung getroffen werden“, sagt der Bürgermeister. Parallel sammelt die Verwaltung Informationen zu Planungen der Deutschen Bahn in Bezug auf den geplanten Regionalbahnhalt in Birkenwerder im Rahmen des Projektes i2030. „Hier ist immer wieder die Rede von einer Anbindung des neu zu errichtenden Bahnsteiges. Planungsmittel sind im Jahr 2025 freigegeben worden, die Ergebnisse sollen bis 2027 vorliegen. Das Dilemma der Kommune ist: das statische Gutachten setzt den Handlungszeitraum auf drei Jahre fest“, erklärt Stephan Zimniok. Wenn bis dahin nicht saniert wurde, ist der Abriss empfohlen. „Da die Kosten sowohl für Abriss als auch Sanierung immens sind und auch ein Neubau durch die Bahn im Raum steht, wollen wir der Gemeindevertretung so viel Material wie möglich als Basis einer Entscheidung zur Verfügung stellen. Daran arbeitet das Bauamt der Gemeindeverwaltung aktuell. 

Text/Foto: Gemeindeverwaltung Birkenwerder

Bildunterschrift: Die Rote Brücke in Birkenwerder verbindet die Erich-Mühsam-Straße mit der Summter Straße und ist bereits 100 Jahre alt.