Klimaneutrale Wärmeversorgung in Birkenwerder und Hohen Neuendorf: Neues Forschungsprojekt KWPconnect startet

Wie können die Brandenburger Kommunen Birkenwerder und Hohen Neuendorf künftig klimaneutral mit Wärme versorgt werden, und welche Rolle spielen erneuerbare Energien dabei? Welche Auswirkungen hat die zunehmende Elektrifizierung auf das Stromnetz, und welche Maßnahmen sind notwendig, um eine zuverlässige und bezahlbare Wärmeversorgung aufzubauen? Mit diesen Fragen befasst sich das neue Forschungsprojekt KWPconnect, das die kommunale Wärmeplanung der beiden Gemeinden ergänzt.

Daran beteiligt sind das Reiner Lemoine Institut (RLI), das Fraunhofer-Institut UMSICHT und das Energieversorgungsunternehmen EMB Energie Brandenburg. Gemeinsam mit den Verwaltungen untersuchen sie, wie die lokalen Wärmesysteme so weiterentwickelt werden können, dass sie klimaneutral, technisch machbar und für die Bevölkerung gut nachvollziehbar sind.

Birkenwerders Bürgermeister Stephan Zimniok betont die Bedeutung des Projekts:
„Ich setze große Hoffnungen in das Projekt, da es die bislang wenig beachteten Auswirkungen der kommunalen Wärmeplanung auf die Stromnetze beleuchtet. Ich wünsche mir, dass dadurch auch Sorgen in der Bevölkerung gemindert oder sachlich eingeordnet werden können. Insgesamt bin ich voller Vorfreude und stolz darauf, dass Birkenwerder an einem so bedeutenden Projekt mitwirken kann.“

Durch den verstärkten Einsatz von Wärmepumpen, Elektromobilität und regional erzeugtem erneuerbarem Strom steigen die Anforderungen an das bestehende Stromnetz. Bisher wurden diese Wechselwirkungen in der kommunalen Wärmeplanung kaum berücksichtigt. KWPconnect soll helfen, mögliche Engpässe frühzeitig zu erkennen und Lösungen zu entwickeln, damit der Netzausbau gezielt und wirtschaftlich erfolgen kann.

Untersucht werden unter anderem unterschiedliche Quartierskonzepte wie Nahwärmenetze oder Energiegemeinschaften. Auch die Frage, welche Rolle das bestehende Gasnetz in Zukunft noch spielen kann, wird analysiert. Neben technischen Aspekten stehen der enge Austausch mit lokalen Akteuren und die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt, um den Übergang von der Planung zur Umsetzung zu erleichtern.

Eine erste Informationsveranstaltung für Kommunalpolitik und Öffentlichkeit ist für April 2026 vorgesehen. Dort wird das Projekt vorgestellt und es wird Gelegenheit geben, Fragen zu stellen und sich aktiv einzubringen.

Text: Gemeinde Birkenwerder